Das Baumkataster kommt

Die Bunten haben ihren Antrag für ein Baumkataster im Gemeinderat durchgebracht. Der Sinn eines Baumkatasters mag sich bei manchen Gemeinderätinnen und Gemeinderäten noch nicht wirklich erschlossen haben und trotzdem hat der Antrag der Bunten Liste Schwarzenbruck eine Mehrheit gefunden.

In einem Baumkataster ist der Gesamtbestand an Bäumen und deren Art und Zustand, sowie die Vitalität und Alter dokumentiert. Werden an einem Baum Pflegemaßnahmen durchgeführt, wird auch das in dem Kataster festgehalten.

Gemeinderat Tim Schenk betonte die Notwendigkeit eines solchen Katasters und sprach von einer Nachlässigkeit in der Vergangenheit. In den letzten Jahren ist es mehrfach zu Fällungen von wertvollen Laubbäumen gekommen. Dieses lag zum Teil an einer nicht fachlichen Beurteilung und/oder an Wildfällungen. Ein Laubbaum ist ein sehr wertvoller Teil unseres Ökosystems, so bindet zum Beispiel pro Jahr eine Buche ca. 12,5 Kilogramm CO2. Wir müssten also 80 Bäume pflanzen, um jährlich eine Tonne CO2 durch Bäume wieder zu kompensieren. Zu beachten ist, dass Bäume in den ersten Jahren nach Pflanzung eher geringe Biomassevorräte anlegen. Erst mit zunehmendem Alter wird vermehrt CO2 gebunden.

Zudem geht es auch um die Pflege und die s. g. Verkehrssicherheit. Gemäß §823 BGB haften Baumeigentümer für Ihre Gehölze. Um der daraus resultierenden Verkehrssicherungspflicht nachzukommen, müssen systematische Baumkontrollen im Rahmen einer Regelkontrolle durchgeführt werden. Das hat wohl nun auch den größeren Teil der Gemeinderätinnen und Gemeinderäte überzeugt und sie bewogen dem Antrag der Bunten zuzustimmen.

Bleibt zu hoffen, dass der Antrag schnell umgesetzt wird, denn es stehen schon wieder umfangreiche Baumfällungen für das Großprojekt der Deutschen Bahn an.

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